Köpenicker Wappen, das inzwischen durch ein gemeinsames neues Wappen für den Großbezirk Treptow-Köpenick ersetzt wurde.
  
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Müggelheim

Müggelheim
Als Verlängerung der Müggelheimer Straße führt eine Chaussee von der Köpenicker Altstadt mitten durch den Berliner Stadtforst am Chausseehaus und dicht am Teufelssee vorbei, zwischen dem Ufer des Großen Müggelsees und den Müggelbergen nach Müggelheim. Der Ort liegt unterhalb der Müggelberge und ist von mehreren Gewässern umgeben. Die zwanzig Pfälzer Familien, die aus relegiösen Gründen ihre Heimat verlassen mußten, wurden durch Friedrich II. im Jahre 1747, auf dem stark bewaldeten und zum Teil mit Ödflächen bedeckten Köpenicker Werder, angesiedelt. Sie hatten zu Anfang mit Roden und dem Straßen- und Wegebau harte Arbeit zu leisten. Der denkmalgeschützte Dorfkern weist auf ein Angerdorf hin, hauptsächlich aus Bauernhöfen bestehend, der bis heute seinen ländlichen Charakter behalten hat. 1804 wurde die Dorfkirche gebaut, in der heute zahlreiche Konzerte aufgeführt werden. Als nach 1890 eine Chaussee nach Köpenick gebaut wurde, trat für die Müggelheimer Bauern ein geschäftlicher Aufschwung ein, da sie nun ihre Erzeugnisse schneller und vorteilhafter absetzen konnten als vorher. Seit dem 27. April 1920 ist Müggelheim zu Berlin eingemeindet und gehört zum Stadtteil Köpenick. Damals zählte es kaum 200 Einwohner, in den folgenden Jahren jedoch stieg die Zahl beträchtlich. Viele Berliner haben sich hier ein Eigenheim- oder Wochenendhäuschen errichtet. Hinzu kam während des zweiten Weltkrieges der Bau von Behelfsheimen für die ausgebombten Großstädter. 1955 besaß Müggelheim schon fast 5000 Einwohner.