| koepenick.net | |
| :: Köpenick | |
| :: von A bis Z | |
| :: Statistiken | |
| :: Behörden | |
| :: Geschichte | |
| :: Galerien | |
| :: Extras | |
| :: Verweise | |
| :: » Forum | |
| :: Gästebuch | |
| :: Impressum | |
Ein Grundkurs, der dafür sorgen soll, daß Sie über das nötige Wissen verfügen, um die optimalen Einstellungen bei der Erzeugung von MP3s vornehmen zu können.
I. MP3-Grundwissen und Kenntnisse von den Wirkungsweisen der möglichen Einstellungen Allgemeines zu MP3 Das Audio-Kompressionsverfahren MP3 (auch MPEG-1 Layer 3 genannt) nutzt die
Eigenschaften des menschlichen Gehörs um Speicherplatz zu sparen. Dabei
werden aus den Musikstücken die für den Menschen nicht hörbaren
Frequenzen herausgefiltert. Dies führt je nach Komprimierungsgrad (den
sog. Bitraten) zu keinem bis starken Qualitätsverlust.
- man unterscheidet dabei zwischen: VBR - variable Bitrate (variable Bitrate) ABR - durchschnittliche Bitrate (average Bitrate) CBR - konstante Bitrate (constant Bitrate) Fazit: Was es sonst noch gibt: Joint Stereo Bei Joint Stereo, auch MS-Stereo genannt, handelt es sich um eine verlustfreie
Kodierung der beiden Audiokanäle. Die starke Ähnlichkeit der Kanäle
wird ausgenutzt, indem man zwei neue Kanäle bildet. Auf dem Mittleren-Kanal
(M) wird die Summe von linkem und rechtem Kanal gespeichert, auf dem Seiten-Kanal
(S) kodiert man die Differenz der Ursprungskanäle. So enthält der
Mittlere-Kanal die Hauptmenge an Information, während auf dem Seiten-Kanal
nur wenig Information vorhanden ist. Beide Kanäle werden getrennt quantisiert
und man erreicht eine relativ gute Kompression. Dieser Trick funktioniert aber
nicht bei Liedern mit starker Kanaltrennung, d.h. wenn sich Links und Rechts
fast nicht ähneln! Logischerweise geht mid/side stereo bei Mono auch nicht.
Intensity Stereo Intensity Stereo ist im Gegensatz zu Joint Stereo verlustbehaftet. Ausgenutzt wird hier, dass das Gehör im hohen Frequenzbereich die Raumposition der Schallquelle weniger gut unterscheiden kann als im tieferen. Ab einer bestimmten Grenze werden deshalb im niedrigen Frequenzbereich die beiden Kanäle zu einem einzigen zusammengefasst. Dadurch werden natürlich Signale, die ursprünglich nur in einem Kanal zu hören waren, auf beide Kanäle verteilt und der Stereo Effekt geht verloren. Da Intensity Stereo aber nur für sehr niedrige Bitrates gedacht ist, wo das Frequenzspektrum sowieso stark eingeschränkt ist, macht sich dies kaum bemerkbar. Normalize (Normalisieren) Durch diese Funktion wird sichergestellt, das alle Musiktitel die gleiche maximale Lautstärke aufweisen. Dazu wird die gesamte Wave-Datei nach der lautesten Stelle durchsucht. Anhand dieses Meßwertes wird die gesamte Datei gleichmäßig lauter bzw. leiser gemacht. In einigen Fällen, ist es natürlich durchaus sinnvoll, diese Funktion abzuschalten. Zum Beispiel dann, wenn eine CD mit klassischer Musik mittendrin leise und ruhige Titel enthält. Playlist (Abspiel-Liste) In einer Playlist stellt man sich eine Gruppe von Musiktiteln zusammen, die
man sich anhören möchte. Encoder (Enkodierer/Umwandler) Programm zur Umwandlung digitaler Audiodaten in ein komprimiertes Format (z.B. MP3, Ogg Vorbis). ID3 TAG Zusatzinformation die in einer MP3-Datei enthalten sind (Musiktitel, Name des Albums, Interpret etc.). II. Qualitativ hochwertige Programme (alle kostenlos) Eines gleich vorweg, um bestmögliche MP3s zu erzeugen, sollte während
des gesamten Herstellungsprozesses immer der qualitativ bestmögliche Weg
genutzt werden. - man sollte ein CD-Laufwerk nutzen, daß sehr gut zum Auslesen von Musik-CDs
geeignet ist, denn wenn schon die beim Auslesen erzeugten Wave-Dateien fehlerhaft
sind, sie also Knackser oder Aussetzer haben, kann man es gleich sein lassen meine Empfehlungen:
Exact Audio Copy - Mit EAC können Sie Musik CDs in bestmöglicher Qualität digital auslesen, auf die Festplatte als Wave-Dateien kopieren bzw. gleich ins MP3-Format umwandeln lassen. (Lame 3.97 wird hier als externer Encoder eingebunden) RazorLame - Für eine spätere Umwandlung, von als Wave-Dateien auf der Festplatte vorliegenden Musiktiteln, empfiehlt es sich, eine grafische Benutzeroberfläche für Lame 3.97 zu verwenden. Hier kann aber auch bedenkenlos eine andere grafische Benutzeroberfläche als die von RazorLame genutzt werden, da diese selbst keinen Einfluß auf die Qualität der zu erzeugenden MP3s hat, sondern nur die in ihr vorgenommenen Einstellungen des Lame-Encoders. III. Die MP3-Einstellungen für Lame 3.97 Lame 3.97 In Lame ist ein System von Qualitätsstufen eingeführt worden, dem "Experteneinstellungen" zugrunde liegen. Damit können auch Einsteiger problemlos in den Genuß optimierter Kodier-Einstellungen kommen. Es gibt drei Qualitätsstufen: Standard, Extreme und Insane. Bereits die Standard-Stufe bietet sehr hohe Qualität. Der Normalhörer dürfte praktisch keinen Unterschied zum Original hören. Trotzdem wurde in dieser Einstellung noch ein Augenmerk auf die Dateigröße gelegt. Die Bitraten bewegen sich meist zwischen 170 und 200 kBits/s, können je nach Musikquelle aber auch deutlich darüber und darunter liegen. Etwas weniger Kompromisse in Sachen Dateigröße macht die Extreme-Stufe. Personen mit extrem gutem Gehör und hochwertigem HiFi-Anlagen können hiervon profitieren. Auch Extreme verwendet variable Bitraten. Das Insane-Preset dürfte die derzeit maximale Qualität liefern, die mit MP3 erreichbar ist. Es handelt sich um ein optimierte Einstellungen mit einer konstanten Bitrate von 320 kbps und entsprechend hoher Dateigröße. Im Fall der "standard" und "extreme" genannten VBR Einstellungen ist es
so, daß sie gewöhnlich sogar besser sind als herkömmliche 256 kbit/s CBR. Weil
VBR "standard und "extreme" - Profile in der Lage sind, Bitrate einzusparen
in leicht zu enkodierenden Passagen eines Stückes und sogar mehr als 256 kbit/s
(nämlich bis zu 320 kbit/s) an hoher Bitrate zur Verfügung stellen, wenn komplexe
Passagen eines Stückes es beanspruchen sollten, wenn es nötig ist. ---------------------------- Sehr hohe Qualität --preset fast extreme ( sehr hohe Qualität) Hohe Qualität --preset fast standard (nur minimal niedrigere Qualität) Gute Qualität --preset fast medium (vielfach ausreichende Qualität) --------------------------------------- ABR Setting getunt von 320 kbps bis zu 80 kbps --preset <bitrate> Beispiel: --preset 200 ------------------------------ --preset cbr 320 (320 kbit/s CBR ) --preset cbr 256 (256 kbit/s CBR) --preset cbr 192 (192 kbit/s CBR) --preset cbr 160 (160 kbit/s CBR) --preset cbr 128 (128 kbit/s CBR) --preset cbr 96 (96 kbit/s CBR) --preset cbr <bitrate> (alle anderen CBR - Bitraten von 80 kbps bis 320 kbps) Quellen der Informationen: Wenn ihr über MP3 oder andere Themen diskutieren wollt, dann besucht doch mal http://www.forum.koepenick.net! |